Bebauungsplan

HUPFER Architekten

Bebauungsplan K 10, 

„Neue Ortsmitte 

Kleinschwarzenlohe“

Markt Wendelstein, 

OT Kleinschwarzenlohe, Landkreis Roth


Bauherr: 

Markt Wendelstein / 

Sparkasse Mittelfranken-Süd

Planungszeit: 2003 - 2008, 

Leistungsphasen 1 - 3


Der Auftrag wurde von uns in 

Arbeitsgemeinschaft mit dem 

Architekturbüro Porschert abgewickelt.

Auf dem Areal eines ehemaligen 

Metallwalzwerkes, das zu einer 

Industriebrache verkommen ist, 

sollten entlang der Staatsstraße 2239 

in einem Mischgebiet zwei gemischt 

genutzte Geschäftshäuser anstelle eines 

denkmalgeschützten, ehemaligen 

Gasthauses, errichtet werden. 

Im südöstlichen Teil des Plangebietes 

waren maximal neun Wohnhäuser mit 

bis zu drei Wohneinheiten Bestandteil 

der Überlegungen. Der lang andauernde 

Planungsprozess ist Ausdruck der äußerst schwierigen Konstellation von altlastenverseuchtem Areal in Verbindung mit einem Einzeldenkmal sowie die Nähe zum Landschaftsschutzgebiet entlang des Talraumes der Schwarzach und nicht zuletzt die mit ca. 14.000 Fahrzeugen befahrene St 2239, was den Lärmschutz angeht. Letztlich konnten wir auf einen kleinstmöglichen Nenner als Kompromiss im Ausgleich der Einzelinteressen als Planungsergebnis verweisen, ohne das hohe Konfliktpotential, das von verschiedenen Seiten ins Verfahren getragen wurde, zu verleugnen. Resultat einer langjährigen Entwicklung mit rechtskräftig gewordenem B-Plan ist jedoch die Veräußerung des Geländes an einen Investor, da die Untere Denkmalschutzbehörde dem Abbruch des Einzeldenkmals mit Ersatzbau nicht zugestimmt hat. Daraufhin wurde vom Bauträger, ohne unsere Beteiligung, eine Bebauungsplanänderung erwirkt, bei der scheinbar alle Grundsätze und Vorgaben, mit denen wir über Jahre konfrontiert wurden, ihre Gültigkeit verloren hatten.

Das Ergebnis kann der geneigte Bürger an Ort und Stelle mit dem

oben abgebildeten Modell vergleichen, um zu erahnen, wie es hätte werden können. Das an anderer Stelle wieder zu errichtende

ehemalige Gasthaus ist kein adäquater Ersatz für all die Regeln,

die bei der städtebaulichen Planung gebrochen wurden.

Solche Entwicklungen tun in der Seele weh, gerade wenn man als Planer in einem Ort verwurzelt ist.

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